Aktuelle Wohnraumtrends: Auf der Suche nach dem Design von morgen

Entschleunigung und Ruhe, Individualismus und Selbstverwirklichung, Sicherheit und Beständigkeit. Wie übersetzt man diese kaufbestimmenden Gefühle in passende Farben, Formen und Oberflächen? Auf der Suche nach dem Design von morgen…

Aus wirtschaftlicher Sicht ist 2015 nicht ohne Widersprüche: Trotz einer schwierigen Konjunkturlage wächst die Wirtschaft stärker als erwartet. Der Grund: Mangels sinnvoller Alternativen geben die Verbraucher ihr Geld gegenwärtig lieber einfach aus.

Gestaltung ist Haltung

So das Credo der überwiegenden Designkonzepte 2015: Der Wohnraum baut seine Rolle als Rückzugsort weiter aus. Das „Cocooning“, also das Zurückziehen aus der Öffentlichkeit, um sich im sicheren Heim einzuigeln macht langsam aber sicher dem „Homing“ Platz, einer neuen, kuscheligen Gemütlichkeit. Das Zuhause bleibt weiterhin die sichere Burg in unruhigen Zeiten, wird aber zunehmend sozialer und das wieder über die Grenzen der Familie hinaus.

Man zeigt gern wieder, was man hat und investiert dazu in die eigenen vier Wände. Freunde, Bekannte und Kollegen einzuladen ist wieder „in“, man kocht gemeinsam statt ins Restaurant zu gehen, veranstaltet Spieleabende oder schaut sich gemeinsam Filme an, statt das Kino zu besuchen. Homing hört nicht an der Haustür auf, sondern geht nahtlos in den Outdoorbereich über: Gärten, Terrassen, Balkone, Loggien und Wintergärten gehören also ebenso dazu.

Weicher, softer, runder

Passend zum neuen „Kuschel-Feeling“ ändert sich auch die Inneneinrichtung, zwar nicht radikal, aber doch spürbar anders. Das äußert sich vielfach in einer veränderten Formensprache: Weiche Formen und sinnliche Rundungen bringen wieder mehr Emotionen ins Spiel und kreuzen hier die „nordische Linie“: kühle Schlichtheit und Sachlichkeit mit klaren Linien und scharfen Kanten, die sich in den letzten 2-3 Jahren als eine kleine aber zuverlässige Konstante etabliert hat.

Passend dazu: Es muss nicht mehr immer Hochglanz sein. Matte Oberflächen, die bereits in 2014 öfter zu sehen waren, treffen den Zeitgeist und passen zum Trend des softeren „Look and Feel“.


Matte Oberflächen kommen wieder! Sie vermitteln mehr Gemütlichkeit, mehr Lust zum Couching und harmonieren besser mit dem Used Look, als die spiegelnden Hochglanzoberflächen, die noch im letzten Jahr das Maß aller Dinge waren.

Ob das aber wirklich die Vorläufer eines „Dark Turn“ und einem „alles wird dunkler“-Spirits sind, bleibt abzuwarten.

Brombeere, Olive, Senf, Cucurma, Muskat, Safran, Wachholder, Anchovis, Zuchini, Rosinen, Café au lait – was sich liest wie eine Einkaufsliste sind Beispiele aus den aktuellen Kollektionen, in denen sich die Tonalitäten widerspiegeln sollen, gern mit einem Hauch Exotik.

Newcomer in diesem Jahr ist der Farbton Kupfer, der ganz besonders im Zusam- menspiel mit anderen Farben frische und neues Gestaltungsmöglichkeiten eröffnet.


Das Spiel mit den Farben

Weiß und Schwarz sind dominant. „Wie immer“, möchte man fast sagen. Interessanter ist da schon, was sich zwischen diesen Farb-Polen abspielt. Grautöne zum Beispiel… Zu sehen ist Grau zwar auch als Unifarbe, aber mehr noch als Sparringspartner für andere Farbtöne, zum kombi- nieren, ergänzen, kontrastieren. Außerdem beeinflusst es erheblich die Pastellpalette, die im Vergleich zum Vorjahr zwar immer noch farbig, aber – eben durch erhöhten Grauanteil – etwas weniger “süß” ausfällt.

Das Ergebnis sind dezente, zarte, romantische Farben, wie blasse Türkis-, Roseé-, Hellblau- und Gelbtöne. Grade in Kombination mit viel Weiß im Raum sollte man es aber nicht übertreiben. Die Grenzen von einer beruhigenden, über eine dämpfende bis hin zur fast sedierenden Atmosphäre sind fließend und schnell überschritten.

Exemplarisch für einen gelungen Pastell-Stil steht der sog. Nude-Look: Er hat seinen Ursprung eigentlich in der Mode-Welt, funktioniert aber auch hervorragend beim Interior Design. Verwendet wird Rosé mit Beige- und Brauntönen, die den unterschiedlichen Hauttönen ähneln. In Kombination dazu wirken ein frisches Altrosa sowie helles Holz edel.

Auch die Natur- und Erdfarben der letzten Saison haben den Anschluss geschafft. Erdige Grau-, Sand- und Brauntöne, aber auch nicht leuchtende Grüntöne, häufig angelehnt an die neuen Pastellfarben, passen sich nahtlos ein.

Eleganz und Understatement spiegeln dunkle Petrol- und Navyblautöne sowie satte tiefrote und violette Farben wieder, die aber in der Regel eine geeignete Kulisse benötigen – sonst wird es zu schwermütig: Metallicfarben mit dunklem Holz und schimmerndes Gold, Silber und Bronze verleihen einer Einrichtung Glanz und Glamour. So wirkt die Komposition edel und glamourös.

And the winner is…

Ein eindeutiges Highlight bei den Farben gibt es dann aber doch: Kupfer. Bereits im Vorjahr verstärkt im Materiamix zu finden, fehlen unterschiedliche Kupfertöne und -anmutungen 2015 in kaum einer Farbkollektion. Auch Senfgelb wird häufig explizit aufgeführt.

Redaktion: Technische Medien, Christian Meyer

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Stand: 26.11.2022

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